einzigartige Naturvielfalt
In seiner weitesten Ausdehnung vom Südwesten bei Ihringen bis zum Riegeler Michaelsberg im Nordosten ist der Kaiserstuhl 16 km lang. Seine größte Breite beträgt 12,5 km. Totenkopf (558m) und Neunlinden (556m) sind seine höchsten Erhebungen. Man hat sehr schöne Ausblicke auf den Schwarzwald, die Rheinebene und die Vogesen.
Die Geschichte und das Klima und die Menschen am Kaiserstuhl bestimmen wesentlich die heutige Natur am Kaiserstuhl:
Die Rebterrassen
Die Flurbereinigung in den 60er und 70er Jahren hat dem Kaiserstuhl an vielen Stellen
sein Typisches Gesicht gegeben. Mit schwerem Räum-Gerät wurden ganze Hänge
umgestaltet und aus kleinen Rebparzellen wurden große maschinell zu
bearbeitende Terrassen. Das Bild des Kaiserstuhl hat sich in dieser Zeit
komplett verändert. Auch wenn diese Flurbereinigung heute vielfach kritisiert
wird, so war sie vielleicht doch eine wichtige Voraussetzung dafür, dass der
Kaiserstuhl heute als Kulturlandschaft in dieser Form noch bewirtschaftet werden
kann.
Dank der zunehmenden ökologischen Wirtschaftsweise findet man heute an den Wegrändern wieder eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren.
Eine mächtige Lößschicht, die den Kaiserstuhl bedeckt, sorgt für ein einzigartiges Angebot an Naturbildern. So stellen die mächtigen Lößwände und Hohlwege am Kaiserstuhl ein imposantes Naturschauspiel dar. Gleichzeitig ist der Löß auch Lebensraum für eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt.
Für den Weinbau ist der Löß ein Segen: seine tiefgründigen und fruchtbaren Böden ermöglichen ein gutes Wachstum der Reben und sorgen für einen guten Wasser- und Wärmehaushalt. Die mineralische Verfügbarkeit von Nährstoffen geben dem Wein eine besondere Note.
Selten findet sich in Südwestdeutschland eine derartig differenzierte
Wiesen- und Rasenausprägung auf mäßig trockenen bis sehr trockenen
Standorten. Diese Trockenrasen mit der einzigartigen Flora bilden den Lebensraum
vieler Tiere, insbesondere der Insekten. So sollen sich am Kaiserstuhl über 700
Schmetterlingsarten und ca. 1400 Käferarten zählen lassen.
Auch bei den Pflanzen gibt es viel Seltenes am Kaiserstuhl zu finden: zahlreiche
Orchideenarten (ca. 35 Arten sind zu finden) wachsen auf den Trockenrasen, aber auch in Wäldern wie dem Liliental.
Das Naturschutzgebiet Badberg mit seinen ausgedehnten Trockenrasenflächen
zwischen Oberbergen und
Alt-Vogtsburg stellt eines der wichtigsten Naturschutzgebiete am Kaiserstuhl
dar.
Der Rhein mit seinen weit verzweigten Armen wechselte häufig sein Bett. Es
entstand eine weit
ausgedehnte Auenlandschaft mit den
Typischen Auenböden und den Auewäldern.
Erst durch die Arbeit von Johann Gottfried Tulla wurde damit begonnen, dem Rhein sein heutiges Bett zu geben. Die Rheinbegradigung war ein heftig umstrittenes Projekt, doch trotz aller Nachteile ist man heute froh, diesen Fluss soweit gebändigt zu haben. Die heute noch verbliebenen Auewälder sind nicht nur die Heimat einer vielfältigen Flora und Fauna, sondern stellen einen wichtigen Faktor für die Naherholung dar.
Daneben gibt es noch eine ganze Reihe an Naturbesonderheiten am Kaiserstuhl
zu entdecken: die Flaumeichenwälder
bei Achkarren
das Liliental mit seinen
einzigartigen Beständen an exotischen Bäumen
Eine super Fotosammlung gibt es übrigens auf der Seite von Sabine Jelinek:www.nafoku.de
