Oberrimsingen

Die erste urkundliche Erwähnung in einer Schenkungsurkunde des Klosters Lorch im Jahre 839 spricht noch von der "Rimigisger marca". Erst im Mittelalter entwickelten sich die beiden Orte Rimsingen auseinander. 1275 wird die Trennung beider Siedlungen in der Erwähnung von „Rimsingen superior“ (deutsch: obern Rimsingen) bestätigt.

Im Jahre 1621 erwarben die Herren von Falkenstein die Grundherrschaft von Oberrimsingen und errichteten einen Gutshof. Der Gutshof 1773 bis 1776 wurde zum Schloss ausgebaut. Franz Anton Bagnato, einer der bedeutendsten südwestdeutschen Architekten jener Zeit, entwarf diesen eleganten frühklassizistischen Herrensitz. Das Schloss im westlichen Ortsbereich von Oberrimsingen ist in Privatbesitz, wurde kunstvoll renoviert und wird gerne für Festlichkeiten aller Art genutzt. 

Weitere Sehenswürdigkeit ist die Pfarrkirche "Unserer Lieben Frau" aus dem Jahre 1737. Aufgrund von Umbauten ging die barocke Ausstattung dieser Kirche leider zum großen Teil verloren. Seit 1953 ist die sogenannte "Träublesmadonna" untergebracht, die zu den Attraktionen der Kirche zählt.
Der Bildhauer Josef Schäfer fertigte für das Kruzifix Maria- und Johannesfiguren und für die Kanzel vier Evangelisten. Vor der Kirche steht neben einem Kruzifix des Barockbildhauers Sellinger eine Pieta von Sepp Jakob.


   
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