Kirschen in Königschaffhausen

Die schwarze Königin ist keine Mitwirkende in einem neuen Kriminalroma, sie ist dennoch seit Jahrzehnten Hauptdarstellerin in Königschaffhausen. Wenn es mit langen Leitern zur Kirschenernte geht, dann prägt auch die schwarze Königin das Bild unter den über 10000 Kirschbäumen in Königschaffhausen. 

Die Tradition des Kirschenanbaus und seine Weiterverarbeitung prägen Königschaffhausen. Insgesamt prägten die "Chriese", wie die Kirsche am Kaiserstuhl heißt, das Bild in Königschaffhausen.  Der Anbau, die Ernte und die Vermarktung der Kirschen war eine wesentliche Einnahmequelle für viele Königschaffhauser Bürger. Mit dem Anbau und der Vermarktung der Kirschen war auch das Handwerk eng mit den Kirschen verbunden. Die Korbmacher sorgten für die Transportkörbe und die Leitermacher mussten die zum Teil über 20 Sprossen langen Leitern bauen.

So war es kein Wunder, dass zur Kirschenernte keine Schule statt fand, das Vereinsleben zum Erliegen kam, denn jeder musste mit zum Kirschen pflücken. Wenn ein Kirschenbauer auf das Altenteil ging, so bekam er einen besonders großen Kirschbaum als eine Art Rente. Diese Prachtexemplare verschwanden leider in den 60er Jahren mit der Flurbereinigung. Aufgrund der schwierigen Erntebedingungen verschwinden die Hochstammkirschen zunehmend aus dem Landschaftsbild um Königschaffhausen. Heute versucht man mit Naturprojekten das Weiterleben der Hochstammkirsche zu sichern. 

Die wenigsten Kirschen werden direkt zum Verzehr geernetet. Viele der Kirschen werden von der Industrie in Joghurt und Marmeladen verarbeitet. Ein nicht unerheblicher Teil wird zu Schnaps gebrannt. Das Kaiserstühler Kirschwasser wird von vielen wegen seines fruchtigen Geschmackes gerne geossen.

Symbolisiert wird diese enge Verbindung seit über 50 Jahren mit dem alljährlichen Kirschfest und der Wahl der Kirschenkönigin mit Ihren zwei Prinzessinnen.

Die Verbindung von Königschaffhausen und dem Kirschanbau wird auch den Besuchern des Kirschenmuseums demonstriert. 

 

Kirschencafé auf dem Kirschenhof Schmidt

Das Kirschencafè bietet nicht nur Produkte rund um die Kirsche. Hier können Sie eine Vielzahl von regionalen Besonderheiten kaufen: Liköre, Schnäpse, beschwipste Kirschen aber auch Fruchtaufstriche und Kirschkernsäckchen.

Königsweg 1, 79346 Endingen-Königschaffhausen
Tel.07642/9282845, Fax: 07642/9282846 Mail: info@kirschenhof-schmidt.de

www.kirschenhof-schmidt.de

   

 

Feines Essen begleitet von einem Kaiserstühler Wein. Den Wein können Sie direkt bei den Erzeugern kaufen. Kaiserstühler Weine

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