Museen in Endingen
Vorderösterreich Museum
Das Vorderösterreichmuseum befindet sich im Üsenberger Hof. Dieses
stattliche Fachwerkhaus ist schon alleine einen Besuch Wert: Dieses
Gebäude stammt aus dem 15. Jahrhundert und zählt zu den vier
bedeutendsten nichtkirchlichen Gebäuden in Südwestdeutschland. Das
Gebäude war offensichtlich Zentrum eines bedeutenden mittelalterlichen
Hofareals. Der Name Üsenberger Hof deutet auf eine Verbindung mit den
Endinger Stadtherrn von Üsenberg im 13. und 14. Jahrhundert hin. Im Hof
selbst ließe sich diese Verbindung höchstens durch die ältere
Bausubstanz im Keller herleiten.
Im Museum füllen 170 qm geschichtliche Dokumentationen die Räume.
Schautafeln, ein Großdia der Grabplatte König Rudolfs, sowie vier
Großdias der Königsfelder Scheiben sind zu sehen. An Portraits und
historischen Ansichten wird die Verwaltung und die Verfassung der
habsburgischen Vorlande dargestellt. Der Breisgauer Adel und die
vorderösterreichischen Prälaten werden vorgestellt. Ritterharnisch,
Waffen, Urkunden, Münzen, Mobiliar und vieles mehr beleben die
Ausstellung und machen Geschichte fassbar. Außerdem werden Portraits von
Maria Theresia und Joseph II. ausgestellt.
Das Käsereimuseum
Nicht nur im Allgäu und der Schweiz: auch Endingen
blickt auf eine hundertjährige Tradition in der Käseherstellung
zurück.

1897 / 1898 wählt Seraphin Risch aus Umkirch Endingen
als Standort für seine Käserei, denn er kennt die geologischen und
klimatischen Verhältnisse seiner Heimat. Er startet in
Königschaffhausen.
1901 wird der Neubau in der Rempartstraße 7 in Endingen bezogen.
Über Jahrzehnte wurde die Endinger und Forchheimer Milch sehr
erfolgreich zu Butter und Käse verarbeitet.
1948 / 1949 wird die Käseproduktion schrittweise eingestellt. Sohn
Albert übernimmt und betreibt mit Ehefrau Marie-Luise den Handel mit
Milch und Lebensmitteln. 1978 werden die Verkaufsräume vermietet.
1997 / 1998: 100 Jahre nach der Firmengründung überlässt Marie-Louise
Risch der Stadt Endingen alle Käsereiräume für eine neue, sinnvolle
Verwendung.
Durch den Einsatz von Bürgermeister Schwarz wird die "Käserei Risch"
renoviert.
Molkereimeister Stöckle kann mit Freunden 200 Exponate und die komplette
Schaukäseeinrichtung an die Museumsbetreiber übergeben.
"Alemannische Käseküche"
Im Ausstellungsraum sind die noch vorhandenen Geräten der Käserei
Risch und Exponate aus dem 19. Jh. bis Mitte 20. Jh. aufgebaut und
entsprechend beschriftet.
Die Besucher können sich unschwer in die Abläufe der handwerklichen
Käseherstellung unserer Vorfahren zurückversetzen.
Zu
jeder Käsesorte findet man die komplette, funktionsfähige
Gerätevielfalt, mit der die schon fast vergessenen alemannischen
Grundkäsesorten hergestellt werden.
Zusätzlich helfen seriöse Hersteller mit, an Hand von Schautafeln und
Verkostungen das jeweilige Endprodukt wieder am Markt aufzufinden.
Da die Materialien, und die Arbeitsvorgänge den heutigen Qualitäts- und
Hygieneanforderungen nicht mehr entsprechen, ist gleich nebenan die
technologisch modern eingerichtete Hauskäserei zu besichtigen.
Schaukäserei sagt allerdings nicht, dass laufend Käse gemacht wird. Dies
ist Schulungen im Rahmen von Seminaren vorbehalten.
Nähere Informationen zu Führungen und zum Schaukäsen erhalten Sie im
Kaiserstühler Verkehrsbüro in Endingen unter Tel.
07642/6899-90
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oder Fax 07642/6899-99, mail:
info@endingen.de
Weitere Museen in den Ortsteilen:
Das Kirschenmuseum in Königschaffhausen
