Naturschutzgebiet Taubergießen

Deutschlands letzte Wildnis - Dschungellandschaft -Amazonas am Oberrhein - eines der letzten Paradiese...

mit solchen Superlativen wird der Taubergießen häufig umschrieben. Und dies völlig zurecht. Tatsächlich ist das Naturschutzgebiet Taubergießen ein einzigartiges Gebiet mit einer ganz eigenen Flora und Fauna. Mit einer Ausdehnung von 1682 Hektar ist es eines der größten Naturschutzgebiet in Baden-Württemberg. Auf einer Länge von 13 Kilometern zieht sich die mit ca. zwei Dritteln bewaldete Fläche entlang des Alt-Rheins. Schmetterling im Taubergiessen

Der Name Taubergießen leitet sich sich aus den zwei Namen taub und Gießen ab.

Als taub wird unter den Fischern ein Nährstoff- und Sauerstoffarmes Gewässer bezeichnet. Gießen sind unterirdisch glasklar zufließende Quellen. Der Blautopf oder Blauloch genannt ist die größte Quelle im NSG Taubergiessen.

Berühmt ist der Taubergießen durch die Orchideen geworden. Im Frühjahr blühen auf den Wiesen zahlreiche Orchideenarten, die die Besucher verzücken.

Doch es sind nicht nur die Orchideen, die den Besucher in den Taubergießen locken. Die Schönheit der Altrheinarme und die prächtige Vogelwelt lassen einen Besuch in diesem Naturschutzgebiet zu einem Erlebnis werden. Zu den seltenen Brutvögeln gehört der Schillernde Eisvogel genauso wie der Haubentaucher oder der Pirol. Wildgänse und Kormorane fühlen sich auf ihren Zügen hier wohl.Blesshuhn im Altrhein beim Kaiserstuhl

Die Landschaft vermittelt einen Eindruck, wie die Gebiete entlang des Rheins vor der Rheinregulierung durch Tulla ausgesehen haben mögen.

Zu jeder Jahreszeit werden eindrucksvolle Natur- und Landschaftserlebnisse geboten. Auch im Winter lohnt sich ein Besuch wegen der zahlreich hier rastenden Wasservögel.

Wer diese Landschaft auch ohne großen Fußweg intensiv erleben möchte, der kann sich mit einem sogenannten Nachen durch den Taubergießen fahren lassen.

Naturschutz hat auch Regeln

Ein so einzigartiges Naturschutzgebiet braucht auch einen besonderen Schutz. Daher gibt es einige Regeln, die strikt eingehalten werden müssen. Ein Ranger sorgt mittlerweile für die Einhaltung dieser Vorschriften.

Auf vier ausgeschilderten Wegen, die der Umwelt zuliebe nicht verlassen werden sollten, kann man den Taubergießen erkunden:

Blautopf im TaubergießenGießenweg: Länge zwischen 3,5 und 8 Km;  Führt unter anderem an der „Amerikaner-Eiche“ vorbei, an der sich im 19. Jahrhundert die Auswanderer nach Übersee zur Abfahrt trafen.
Dieser Weg ist vom Parkplatz am „Weier“ in Rheinhausen-Oberhausen oder vom Parkplatz am „Schützenhaus“ in Rheinhausen-Niederhausen zugänglich.

Orchideenweg:
Ein 6,5 Km langer Weg führt durch die schöne Wiesenlandschaft im G`schleder, am Quellwasser „ Blaues Loch“ vorbei, wieder zurück an den Ausgangspunkt. In den Monaten Mai und Juni hat man den schönsten Anblick.

Kormoranenweg: 6 Km durch Bannwälder und durch Vogelschutzgebiet an den Rhein.
Schmetterlingsweg: 2 Km durch die blüten- und schmetterlingsreichen Magerwiesen.
Die letzten drei Wege sind von dem Parkplatz an der Rheinfähre Kappel zu erreichen.

Neben der Pflicht zur Einhaltung der Wege gibt es noch eine ganze Reihe an Verboten in der Naturschutzverordnung.

 
Es ist verboten

Wenn Sie die wundervolle Natur mit einem Boot erleben wollen, so sollten Sie aufgrund der Verbote und Begrenzungen eine geführte Tour in Betracht ziehen. Dann sind Sie auf der sicheren Seite. Hier gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Eine Tour mit dem Nachen

2. Die Firma Wildsport-Tours vermietet auch Kanus. 

 


 
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