Das Konzentrationslager
Natzweiler- Struthof
Ein Hotel und Skipisten waren der Grund, dass der Struthof genannte Ort auf dem Mont-Louise seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts vor allem bei den Straßburgern eine sehr beliebte Touristenstation war.
Im September
1940 fand ein Geologe und Oberst der
SS eine Ader rosa Granit. Dieser Granit sollte Verwendung für die
Bauwerke von Hitlers Architekten Albert Speer finden.
Im Auftrag von Reichsführer-SS Heinrich Himmler wurde am 21. April 1941 im besetzten Elsaß das Konzentrationslager Natzweiler für ca. 4000 gefangene eingerichtet. Das KL-Natzweiler rangierte mit der Kategorie III unter den strengsten Konzentrationslagern.
Im Lager, das als Arbeitslager für die
NS-Kriegsindustrie diente, wurden auch die medizinischen Experimente der
Naziprofessoren der Universität des Reichs in Straßburg durchgeführt.
Von 1941 bis 1945 ist das KL-Natzweiler eines der mörderischsten Lager des NS-Systems. Fast 22.000 Deportierte sind hier gestorben.
Centre Européen du Résistant Déporté
Auf der Anlage des ehemaligen Konzentrationslagers Natzweiler wir der
Besucher im Centre Européen du Résistant Déporté (Europäisches Zentrum
des deportierten Widerstandskämpfers) empfangen. Dieser Ort des
Gedenkens wurde am 3. November 2005 vom französischen Staatspräsidenten
eingeweiht und ehrt alle Menschen, die überall in Europa gegen die
Unterdrückung gekämpft haben. Das große, vom Architekten Pierre-Louis
Faloci entworfene Betongebäude mit schlichten Linien ist mit dunklen
Steinen verkleidet.
Das Centre Européen zeichnet die Geschichte des Widerstands nach, der
sich in ganz Europa gegen die Vormacht der Faschisten und Nazis bildete
und zeigt die gnadenlose Organisation der Unterdrückung dieses
Widerstands auf.
Das Museum
Im Museum erfahren die Besucher dann den Aufbau des Lagers und seiner Organisation. Anschaulich wird über die Deportierten und ihr tägliches Leben informiert, wie Terror und Tod ständige Begleiter waren. die Nebenlager, die medizinischen Experimente, das Ende des Lagers, die Prozesse und die Erinnerung...
Die Hölle des Lebens in einem Lager
Nach dem er das Museum verlassen hat, steht der Besucher den
Überresten des Lagers gegenüber.
Auf
einem der ehemaligen Appellplätze entdeckt er eine Tafel zum Gedenken an
die ausländischen Deportierten, die im Lager gestorben sind und den
Galgen. Er geht dann an der ehemaligen Küchenbaracke vorbei entlang der
Todesschlucht zum Block des Kremationsofens und der medizinischen
Experimente und zum Zellenblock. Auf diesem Platz zwischen zwei Gebäuden
kamen die Deportierten an. Und dort begann die Hölle des Lebens in einem
Lager.
Die Gaskammer
Die Gaskammer, die außerhalb des Lagers gelegen ist, kann ebenfalls besucht werden.
Der Ausflug zum Konzentrationslager Natzwiller ist etwas länger: knapp 90 km ist der Weg vom Kaiserstuhl bis nach Natzwiller. Die Route führt über Selestat, Barr, D864 und D130
