Riesling

Riesling für Kaiserstühler Weine

Kreuzung Genetische Analysen lassen wohl drei gentische Phänomene am Riesling erkennen: Der Riesling scheint als Wildrebe wohl schon von den Germanen in Besitz genommen worden zu sein. Danach erfolgte ein Kreuzung mit dem Traminer, den die Römer an den Rhein gebracht haben. Die anschließenden Einkreuzung der Rebsorte Heurisch hat dem Riesling seine Beständigkeit, Vitalität und möglicherweise auch sein Säurepotential gebracht.
Herkunft Die genaue Herkunft des Rieslings ist nicht ganz geklärt. Es gilt aber als ziemlich sicher, dass der Riesling seinen Ursprung im Rheintal hat.
Die früheste Nennung für Wurzelreben war 1435 in Rüsselsheim, 1464/65 Mosel, 1477 Elsaß, 1490 Weinberg in Worms. Nach 1500 ist der Riesling allgemein verbreitet und gehörte zu den empfohlenen Sorten aller Landesherrn an Rhein und Mosel. Herkunft des Namens evtl. von der Neigung zur Verrieselung.
International ist er als "Rheinriesling" bekannt, für badische Rieslingweine darf das Synonym "Klingelberger" verwendet werden. Mit dem Welschriesling, der unter anderem in Österreich, Italien und Slowenien angebaut wird, hat unser "Weißer Riesling" nichts gemeinsam.
Das Streben nach höherer Qualität und hohe Weinpreise führten ab dem Ende des 19. Jahrhunderts zu einer starken Zunahme des Rieslinganbaus. Um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert erzielten deutsche Rieslingweine ebenso hohe, teilweise sogar höhere Preise wie die großen Rotweine Frankreichs.
Sortenbeschreibung Die Traube ist klein bis mittelgroß, geschultert und dichtbeerig. Die kleinen bis mittelgroß Beeren sind rund grüngelb, schwarz punktiert und an der Sonnenseite gelbbraun.
Der Geschmack ist saftig, fruchtig und säuerlich, bei Vollreife eher würzig süß. Die Reife erfolgt spät bis sehr spät.
Sorteneigenschaften/
Standort
Die spätreifende Sorte benötigt beste Lagen (Steillagen). Der Anbau ist problemlos, für fast alle Böden und Erziehungsarten geeignet. Riesling wächst auch auf sehr kargen Böden.
Beurteilung Kennzeichen der Rieslingweine ist ihre feine Rasse und Eleganz und ihr unübertreffliches Bukett. Gerade die Rieslingweinen
werden durch das Terroir geschmacklich sehr geprägt.
Nicht ein hoher Alkoholgehalt begründet den Ruhm des Rieslings, sondern die feine, rassige, fruchtige Art. Der "typische" Riesling zeigt eine blassgelbe, ins grünlich-gelbe tendierende Farbe, im Duft dominieren Pfirsich oder Apfel, im Mund spürt man eine rassige Säure. Diese Merkmale werden durch späte Reife und späte Lese ausgelöst.
Empfehlungen Rieslinge sollten frühestens ein Jahr nach der Ernte getrunken werden, viele Rieslingweine erreichen ihre optimale Trinkreife erst nach einigen Jahren.
Rieslingweine und -sekte sind säurebetont, was für magenempfindliche Menschen manchmal problematisch ist.
Die trockenen bis halbtrockenen Rieslinge passen besonders gut zu leichten Gerichten, gedünstetem See- und Süßwasserfisch, gekochtem Fleisch mit hellen Saucen, und kleinem Hausgeflügel. Halbtrockene bis liebliche Spätlesen harmonieren gut mit Frischkäse. Fruchtig süße Spätlesen oder edelsüße Auslesen sind vorzügliche Begleiter zu fruchtigen Desserts. Altersgereifte edelsüße Auslesen und Beerenauslesen passen als Aperitifs zu festlichen Menüs. Hochgradige Beeren- und Trockenbeerenauslesen sind wegen ihrer langen fast unbegrenzten Lagerfähigkeit auch als Jubiläumsweine sehr geschätzt.

Synonyme für Riesling

Allein die Liste der Synonyme zeigt die große Bedeutung dieser Rebsorte im internationalen Weingeschäft:

Beregi Riesling, Beyaz Riesling, Biela Grasevina, Dinca Grasiva Biela, Edelriesling, Edle Gewuerztraube, Feher Rajnai, Gentil Aromatique, Gentile Aromatique, Gewuerzriesling, Gewuerztraube, Graefenberger, Graschevina, Grasevina Rajnska, Grauer Riesling, Grobriesling, Hochheimer, Johannesberger, Johannisberg, Johannisberger, Karbacher Riesling, Kastellberger, Kis Rizling, Kleigelberger, Kleiner Riesling, Kleinriesler, Kleinriesling, Klingelberger, Krauses, Krausses Roessling, Lipka, Moselriesling, Niederlaender, Oberkircher, Oberlaender, Petit Rhin, Petit Riesling, Petracine, Pfaelzer, Pfefferl, Piros Rajnai Rizling, Pussilla, Raisin Du Rhin, Rajinski Rizling, Rajnai Rizling, Rajnski Ruzling, Rano, Reichsriesling, Reissler, Remo, Rendu, Reno, Renski Rizling, Rezlik, Rezlin, Rezlink, Rhein Riesling, Rheingauer, Rheinriesling, Rhiesling, Riesler, Riesling Bianco, Riesling Blanc, Riesling De Rhin, Riesling Echter Weisser, Riesling Edler, Riesling Gelb Mosel E43, Riesling Giallo, Riesling Grosso, Riesling Gruener Mosel, Riesling Mosel, Riesling Reinskii, Riesling Rhenan, Riesling Rhine, Rieslinger, Rislinenok, Rislinok, Rizling Linner, Rizling Rajinski, Rizling Rajnai, Rizling Rajnski, Rizling Reinskii, Rizling Rynsky, Roessling, Rohac, Rossling, Rosslinger, Ruessel, Ruessling, Russel, Ryn-Riesling, Ryzlink Rynsky, Starosvetske, Starovetski, Szuerke Rizling, Uva Pussila, Weisser Riesling, White Riesling

 



 
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