Lebensfroher Kaiserstuhl

Lebensfroher Kaiserstuhl

Bcu Lebensfroher Kaiserstuhl

Autoren: Klaus Kurrus und Wolfgang Bahr

Verlag: Rombach Verlag, ISBN 3-7930-0577-1
3. Auflage 1999

Auf 120 Seiten wird in 6 Abschnitten der Kaiserstuhl beschrieben, wie ihn ein Freund dieser Landschaft mit Herz und Auge (so die Buchbeschreibung) sieht.

Das Buch ist in 6 unterschiedlich lange Abschnitte unterteilt:

  • Die Berginsel, ein Schöpfungswunder der Natur
  • Im paradissich schönen Garten
  • Neunzehn Weindörfer und drei Stadtrechte
  • Gesegnetes Rebland
  • Brauchtum und Sagen vom Kaiserstuhl
  • Geschichten, die das Leben schrieb

Bei dem Buch handelt es sich um eine Beschreibung der Natur und der Ortschaften des Kaiserstuhls aus perspektivischer Sicht. Die wundervollen Fotos ergänzen den Text und zusammen mit den vielen Gedichten machen Sie dieses Buch zu ganz besonderen Führer über den Kaiserstuhl. Die Texte sind leicht zu lesen, die Beschreibung der Ortschaften erfolgt nicht nach festgelegten Kriterien. Es sind viele kleine Geschichten, die der Autor hier in seinen eigenen Sprache zum Besten gibt. Geschichten und historische Fakten, die nicht in jedem Reiseführer zu finden sind. Der Autor versucht mit seiner Beschreibung  die Stimmung am Kaiserstuhl wieder zu geben, die er mit den gut ausgewählten Bildern untermalt.

Ergänzend zu den Beschreibungen präsentiert der Autor zahlreiche seiner Gedichte. Die meisten dieser Gedichte sind in Mundart geschrieben. Für die Kenner der Mundart sind sie schön zu lesen, wer den Kaiserstühler Dialekt nicht beherrscht, dem wird auch das kleine alemannische Lexikon im Anhang kaum weiter helfen. Als Beispiel für diese Gedichte ein kurzer Auszug: das Gedicht über St. Urban, den Schutzpatron der Wienberge:

Heil’ge Urban,
sei barmherzig!
Segne d Kriagli!
Waisch jo gwiß,
d Arbeit isch
für d Büre bärzig
un dr Wi fast s Paradies.

Im Anschluss an diese Beschreibungen des Kaiserstuhls folgt dann eine Aufzählung von Sagen und Beschreibung des Brauchtums am Kaiserstuhl, die dann in den Geschichten aus dem Leben mündet. Hier werden einige blumig ausgemalte Geschichten vom Kaiserstuhl erzählt, die sich vielleicht so zugetragen haben. Auf jeden Fall liest man schmunzelnd diese einzelnen Geschichten.

Fazit: bei diesem Buch darf man keinen Reiseführer über den Kaiserstuhl erwarten, es ist auch kein üblicher Bildband dieser Region. Es werden keine touristischen Hinweise gegeben. Die Gedichte sind sicherlich auch nicht jedermanns Sache. Den Bildern ist zum Teil das Auflagejahr 1999 anzusehen, teilweise leben die Personen nicht mehr. Dennoch ist das Buch ein schönes Werk über den Kaiserstuhl mit seinen Menschen im Vordergrund. Das Buch Lebensfroher Kaiserstuhl kann schöne Erinnerungen an die Manschen am Kaiserstuhl bewahren. 

 

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