Geschichte

Was vor Millionen von Jahren begann: die Geschichte des Kaiserstuhls

Die Geschichte des Kaiserstuhl reicht bis ca. 60 Mio Jahre zurück. Insgesamt sind es mehrere Abschnitte, die für die Entwicklung am Kaiserstuhl von ganz entscheidender Bedeutung sind:

Entstehung des Oberrheingrabens
Aufgrund plattentektonischer Verschiebungen ist der gesamte Oberrheingraben eingebrochen. Die Anhebung der Ränder und die Bildung von Schollen ist für die heutige Struktur der Oberrheinebene verantwortlich.

Vulkanismus
Als Folge des Grabenbruchs hat sich dann ein Vulkanismus gebildet, der die größten Teile des Kaiserstuhl entstehen lies.

Lößbildung
Aufgrund des Abriebs durch die Bewegung der Eismassen während der Eiszeit wurde das Gestein kleingemahlen und durch den Wind weggeblasen. Der hervorstehende Kaiserstuhl diente als Hindernis, der Löß lagerte sich (unter anderem dort ab)

Besiedlungsgeschichte
Der Mensch hat ebenfalls einen großen Anteil am heutigen Bild des Kaiserstuhl. Bereits in der Jungsteinzeit konnte eine Besiedlung am Kaiserstuhl nachgewiesen werden. Insbesondere für die Römer waren die Orte am Kaiserstuhl wichtige Stützpunkte.

Weitere geschichtlich interessante Seiten:

die Burg Sponeck

Das Römermuseum in Riegel

Er brachte nicht die Grauburgunderrebe aus dem Tokay: der Feldobrist Lazarus von Schwendi

Der Bändiger des Rheins: Johann Gottfried Tulla

Konkurrenz zum Christentum: der Mithras-Kult

Auelehm

ist geologisch junge, feinkörnige, humushaltige, vor allem bei Hochwasser abgelagerte Lehmdecke von Talböden. Der Auelehm ist in Mitteleuropa erst seit Neolithikum nachweisbar, seit dem Beginn des Ackerbaus, der in Folge der Waldrodung zur verstärkter Bodenerosion führte. Talauen sind fast lückenlos mit warmzeitlichen Auelehmdecken bedeckt. Diese wurden in mehreren Phasen abgelagert und lassen sich zum Teil mit den Siedlungsphasen korrelieren. In der Regel sind nach der Sedimentausbildung drei Komplexe (ältester, älterer und jüngerer Auelehm) zu unterscheiden. Die ältesten Auelehme sind häufig sehr tonig und tragen zum Teil einen schwarzen, reliktischen Boden. Die älteren Auelehme sind im Oberboden entkalkt. Die jüngeren Auelehme wurden zum großen Teil infolge der mittelalterlichen und neuzeitlichen Bodenerosion im Oberlauf gebildet und sind noch nicht entkalkt. Durch den langen Transportweg im Wasser veränderten sich die Kornverteilung und die Eigenschaften des erodierten Materials, so dass mit dem Auelehm ein neues Substrat entstand.

Print Friendly