Bötzingen

Bötzingen und ie Winzergenossenschaft

Bötzingen - älteste Weinbaugemeinde am Kaiserstuhl

Sehr empfehlenswert sind lange Wanderungen durch die Rebberge von Bötzingen bis hin zu den Höhen des Kaiserstuhls. Die Wander-Routen sind gut gekennzeichnet, so dass die selbst-gesteckten Tagesziele problemlos zu erreichen
sind. Dabei sollte man es nicht versäumen einen der noch fünf existierenden Lösshohlwege zu besichtigen. Diese „Kleinbiotope“ bieten eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenwelten. Von den erreichten Höhenlagen „Fuchsbuck“, „Vogelsang“, „Schelinger-Matten“, „Neunlindenturm“ und „Adlernest“ hat man einen herrlichen Panoramablick auf die Ebene des Breisgaus, den südlichen Schwarzwald und bei guter Sicht bis auf die Vogesen. Der Weinlehrpfad „Tiefental/Hohrain“ wird zur Erforschung angeboten.

Geschichte von Bötzingen

Bereits im Jahre 769 ist der Weinbau in der Gemeinde Bötzingen aktenkundig. Damit ist Bötzingen die älteste Weinbau treibende Gemeinde am Kaiserstuhl. Im Laufe der Geschichte hat sich der Name der Gemeinde des öfteren geändert. Die Liste der Veränderungen reicht vom ursprünglichen “Bezzo” über “Bezingen” bis zum heutigen “Bötzingen”. Bereits im Jahr 1838 vereinigten sich die Weinorte Bötzingen und Oberschaffhausen zur Gemeinde Bötzingen. Dabei war Oberschaffhausen der größere Ortsteil. Die Bezeichnung “Oberschaffhausen” wurde höchstwahrscheinlich von der Schafzucht hergeleitet.

Das St-Lorenz-Patronizium der  Pfarrkirche in Bötzingen weist bis ins 8 Jahrhundert zurück. Der heutige Baubestand ist jedoch in der gotischen Epoche (Turm und Chor) und im brocken Stil (Langhaus) entstanden.

St. Alban in Oberschaffhausen

Die kleine dem heiligen Alban gewidmete Kapelle im Ortsteil Oberschaffhausen stellt eine kunstgeschichtliche Rarität dar.

Das Deutschordenshaus kam 1356 in den Besitz des Patronats der Pfarrkirche St. Lorenz. Mit diesem war das Patronat der Albanskapelle verbunden. Bötzingen wurde in den Jahren 1471 bis 1474 von der Pest besonders schwer heimgesucht. Die Bewohner legten ein Gelübde ab, dass sie eine Kapelle zu Ehren der Allerheiligsten Dreifaltigkeit und des heiligen Alban, Patron gegen die Pest, bauen wollten, wenn sie von den schlimmen Folgen der Pest verschont würden. So ließ dann die Deutschordenskomturei die Kapelle zu Ehren des heiligen Alban erbauen. Die Eingangszone und die Fassade sind geschmückt mit einer Reliefdarstellung des Schweißtuches der Veronika. Auch eine Skulptur des hl. Alban ist in einer Nische zu sehen.

Im Innern ist ein überaus sehenswerter geschlossener Freskenzyklus mit Darstellungen des Patrons Alban, sowie Szenen aus dem Leben des heiligen Sebastian und des Rochus, die zu dieser Zeit ebenfalls als Pestheilige verehrt wurden.

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